Märkte in Bangkok

Eine lose Aufzählung von Märkten in Bangkok bzw. in der unmittelbaren Umgebung.

Bangkok - Chatuchak Weekend Market

J.J. Market vom Skytrain aus gesehen.

Der Chatuchak Weekend Market (kurz J.J. Market) in Bangkok gilt mit einer Fläche von weit über 1 km2 als einer der größten, wenn nicht sogar der größte Markt weltweit. In über 10.000 Läden und Marktständen ist ein schöner Querschnitt über Thailändische und Asiatische Produkte zu finden. Bücher, Ziergegenstände, Haushaltswaren, Antiquitäten (echt und gefälscht), lebende Tiere, Nahrungsmittel, Schmuck, Möbel, Kunsthandwerk, Bekleidung, Schuhe, Tonträger,...  Auch das kulinarische Angebot ist hervorragend, aber wenn viele Menschen zusammen kommen, ist das in Thailand ja immer so.

Hier kaufen nicht nur Touristen. Der Markt wird vor allem von Einheimischen frequentiert. Auch Einkäufer von europäische Handelsketten sieht man dort und wir haben schon so manchen Ziergegenstand (Vasen, Statuen, etc.) ein Jahr später in Möbelhäusern zu Hause wieder gesehen.

Der Markt ist in Sektionen aufgeteilt, die schwerpunktmäßig ein bestimmtes Warenangebot abdecken. Ohne eine Übersichtskarte ist der Besuch also möglicher Weise frustrierend, wenn man stundenlang nur Bekleidung sieht. Eine sehr gute Karte für Bangkok im allgemeinen und den Weekend Market im speziellen ist: Nancy Chandlers Map of Bangkok, die es in Bangkok in Buchhandlungen zu kaufen gibt.

Der Markt liegt nördlich des Zentrums und ist problemlos sowohl mit der U-Bahn als auch mit dem Sky Train zu erreichen.

Geöffnet hat er SA u. SO tagsüber, manche Sektionen sind auch unter der Woche geöffnet.

Talaad Rod Fai (Eisenbahnmarkt)

Im hinteren Bereich des Talaad Rod Fai gibt es jede Menge Garküchen.

Da es den tollen Suan Lum Night Bazaar nicht mehr gibt, stellt sich natürlich die Frage nach Alternativen. Eine sehr gute ist der Talaad Rod Fai. Benannt ist der Markt nach ein paar zu Lokalen umgebauten Eisenbahnwaggons, wir haben allerdings nur einen gesehen. Was es hier vor allem gibt, sind Antiquitäten, Altwaren, Trödel und Tand, Musik und gute Laune, schön restaurierte VW-Bully, Vespas und Lambrettas, und jede Menge Essen und Getränke in Form von Garküchen und netten, kleinen Lokalen.

Was es nicht gibt, ist das übliche Kunsthandwerk (Schnitzereien, Thai-Silk,...), das man am Suan Lum kaufen konnte. Der Markt ist - noch - auf die Bedürfnisse der Thais ausgerichtet, und bei jugendlichen Thais sehr angesagt.


UPDATE: Der Markt befand sich früher etwas nördlich des Zentrums, ganz in der Nähe vom Weekend Market (Jatujak), und war mit der U-Bahn (MRT) leicht zu erreichen. Wegen eines Bauprojekts musste er dort weichen. Jetzt ist er südlich des Seacon Square Shopping Malls, fast schon in Flughafennähe zu finden. Am besten man fährt mit dem BTS bis On Nut und nimmt für die letzten 7 km ein Taxi.

Wann: SA u. SO ab mittags, so richtig (stimmungs)voll wird's erst nach Einbruch der Dunkelheit.

Chinatown

China Gate.

Chinatown unter "Märkte" einzureihen, mutet auf den ersten Blick vielleicht etwas seltsam an. Aber die Chinesen sind große Händler, und mir ist es zu aufwändig, die vielen Märkte Chinatowns einzeln zu listen. Einige habe ich in diesem Artikel jedoch namentlich erwähnt.

Chinatown ist bei Tag und Nacht einen Besuch Wert. Man ist mitten in Thailands Hauptstadt, geht ein Mal um die Ecke und schon wähnt man sich in China. Genial!

Chinatown ist leicht zu erreichen. Entweder man nimmt die U-Bahn bis zum Bahnhof Hua Lamphong und geht dann ein paar Minuten in Richtung SW. Man gelangt so zum Wat Traimit mit der goldenen Buddhastatue und zum China Gate, dem Beginn von China Town. Am besten geht man jetzt die Thanon Yaowarat in Richtung NW und kuckt auch in die Seitengassen, wo sich viele Läden, Marktstände und Garküchen befinden.

Die andere Möglichkeit ist, mit einem Expressboat bis zum Ratchawongse Pier zu fahren und dort einfach Richtung Norden zu gehen. Man ist nach wenigen Gehminuten mitten in Chinatown.

Parallel zur Thanon Yaowarat verläuft eine schmale überdachte Gasse, die Sampeng Lane. Auf etwa 1 km Länge finden sich unzählige Detail- und Großhändler für chinesische Waren aller Art: Ein Sammelsurium aus Plastikspielzeug, Glasperlen, Modeschmuck, Perücken, Bekleidung, Uhren, Lockenwickler, Handtaschen, u.v.m.   Absolut sehenswert! Für Technikverliebte und Freunde gepflegter Uhrenkopien bietet sich der Klongtom Market in einer Verbindungsstraße zwischen Thanon Yaowarat und Thanon Charoen Krung an. Ich glaube es ist die Thanon Maha Chak (andere Schreibweisen immer möglich, ich verwende die Schreibweise von Google Maps).

Kulinarisch hat China Town eine Menge zu bieten. Unzählige Essensstände, den Food Court des Old Siam Plaza Shopping Mall,  die Dim Sum Bakery (Thanon Charoen Krung, Ecke Charoen Krung 14), wo es neben Nudelsuppen, Dim Sum, Ente und kaltem Singha Beer auch saubere Toiletten gibt, bis zu einer Vielzahl authentischer chinesischer Restaurants.

Thanon Yaorawat, eine der Hauptstraßen in Chinatown.

Asiatique - The Riverfront

Der Suan Lum Night Bazaar ist einem Bauprojekt zum Opfer gefallen. Als neuer Nachtmarkt wurde "Asiatique - The Riverfront" ins Leben gerufen. Wir waren da und haben uns umgesehen.

Auffällig ist die typische Blendarchitektur eines Outletcenters. Alles ist sehr ordentlich und läuft in geregelten Bahnen. Nachtmarkt-Atmosphäre kommt irgendwie keine auf.

Positiv finden wir, dass der Markt sehr groß ist und das Warenangebot alles umfasst, das wir auch vom Suan Lum Night Bazaar kennen, von Dreieckskissen über Schnitzwerk, Bilder, Deko, Taschen, originelle T-Shirts,... Ein Einkaufsbummel ist dort immer noch wesentlich interessanter, als in einem Shopping Mall mit den ewig gleichen Markenläden. Kulinarisch gibt es ein großes Angebot, auch solide Thaiküche findet man. Sogar ein Isaanrestaurant.

Fazit: Es gibt dort nichts, was man nicht auch anderswo findet. Dekozeugs und Reisemitbringsel gibt's ja im MBK genau so. Aber es ist ja ganz praktisch, den Einkaufsbummel an den Abend zu verlegen und hungrig braucht man auch nicht zu bleiben.

Der Markt ist täglich von 17 Uhr bis Mitternacht geöffnet. Erreichbar ist der Markt am einfachsten mit den Shuttlebooten, die vom Sathorn-Pier (BTS-Station Saphan Taksin) abfahren. Nähere Informationen: www.thaiasiatique.com

Amphawa Floating Market

Amphawa Floating Markets

Der Markt befindet sich etwa 1 Autostunde südlich von Bangkok, und findet Freitag bis Sonntag ab etwa mittags bis spät abends statt. Im Gegensatz zu den schwimmenden Märkten von Damnuen Saduak, die jeder Veranstalter im Programm hat, und die eher ein Touristenspektakel sind, handelt es sich in Amphawa um ein sehr authentisches Thai-Vergnügen. Vor allem kommen am Wochenende viele Bangkoker nach Amphawa.

Es gibt eine Vielzahl von Booten, auf denen gekocht und gebrutzelt wird. Hungrige Menschen sitzen auf den Stufen zum Fluss und geben ihre Bestellungen auf. Dazu jede Menge Garküchen, kleine Restaurants und nette Läden an Land.

Wer satt ist, kann vom Pier in Amphawa aus eine Longtailfahrt buchen. Die Rundtour geht durch den schwimmenden Markt und den Wasserlauf entlang, bis zum Mae Klong River und von dort zurück zum Pier. Sie dauert etwa eine Stunde. In der Regenzeit kann man dabei nach Einbruch der Dämmerung Glühwürmchen sehen.

Touren zum Amphawa Floating Market werden von Hua Hin (travel-huahin.com) und Bangkok (green-mango.net) aus angeboten, meist in Verbindung mit anderen Märkten, wie z.B. dem Schienenmarkt von Mae Klong. Mit etwas Eigenrecherche und Orientierungssinn schafft man es aber auch, in Eigenregie nach Amphawa zu gelangen.

In Amphawa kann man glaub ich auch sehr gut übernachten, es gibt Guesthouses, Homestays und ein paar nette Resorts und Hotels am Fluss.

Maeklong Schienenmarkt

Schirme wegklappen, der Zug kommt!

Bekannt aus Funk und Fernsehen: Ein Markt entlang einer Bahnstrecke. Wenn der Zug kommt, packen die Händler rasch zusammen. Nachher werden die Waren wieder ausgebreitet und es startet business as usual. Dieser Markt in der Provinz Samut Songkhram, eine Fahrstunde südlich von Bangkok, existiert schon seit Jahrzehnten, seit ein paar Jahren erst wird er zur Touristenattraktion.

In erster Linie handelt es sich hier um einen typischen Thaimarkt, Kunsthandwerk und Souvenirs sucht man vergeblich. Da Frische der Zutaten für die Thais außerordentlich wichtig ist, kaufen sie ihre Produkte gerne am Markt. Das Obst- und Gemüseangebot ist sehr vielfältig, alles sieht ausgesprochen frisch aus. Lokale Produkte wie die kleinen Fische im Bambusdämpfer oder Shrimppaste findet man hier auch.

Etwa 50 Touristen, fast alle sind Asiaten, haben sich hier eingefunden, und warten auf einen Zug, mit dem sie gar nicht fahren wollen. Er hat 40 Minuten Verspätung. Dann das Signal. Eine Minute bevor der Zug kommt. Die Händler packen zusammen, eine Bahnschranke wird geschlossen. Der Zug tingelt durch den Markt, kurz darauf wird wieder alles aufgebaut (letztes Bild). Das Schauspiel wiederholt sich mehrmals täglich.

Touren zum Schienenmarkt werden von Bangkok (Green-Mango.net) und Hua Hin (travel-huahin.com) angeboten, meist in Verbindung mit anderen Märkten. Von Bangkok kann man die Tour auch selbst unternehmen. Dazu muss man in Thonburi in einen Zug steigen und irgendwo (Samut Sakhon?) umsteigen, was auch bedeutet, den Bahnhof zu wechseln.