Auf Schienen von Singapore nach Bangkok

Ein Intercity der malayischen Staatsbahnen

Im Februar 2016 unternahmen wir eine Bahnreise von Singapore nach Bangkok. Nicht im teuren Luxuszug Eastern & Oriental Express, sondern eigenständig in normalen Zügen der malayischen und thailändischen Eisenbahngesellschaften. Im Vorfeld haben wir lange recherchiert, denn Fragen gab es viele: Wie ist der Fahrplan? Wo kann man Tickets vorher erwerben? Wie sehen die Züge aus? Wie läuft der Grenzübertritt an der Grenze Singapore/Malaysia bzw. Malaysia/Thailand ab? Fast alle Antworten konnten wir auf den Seiten von seat61.com finden, das sich mittlerweile zum Standardwerk für Bahnreisende entwickelt hat.

Die gesamte Streckenlänge beträgt über 1.900 Kilometer. Als Zwischenstopps haben wir die malayische Hauptstadt Kuala Lumpur, die Insel Penang, die größte Stadt im Süden Thailands, Hat Yai,  und den beschaulichen thailändischen Küstenort Khanom gewählt.

Singapore

Das Fullerton Hotel und die Cavenagh Bridge. Oh! Zu früh bewegt!

Insgesamt sind wir fünf Tage in Singapore und haben ein dichtes Programm: Die viktorianische Markthalle Lau Pa Sat, Chinatown, den Shoppingwahnsinn auf der Orchard Road, Little India, die Sultan Moschee, die Marina Bay, die Skybar „Ce La Vie“ im Marina Bay Sands Hotel, Clarke Quay, Boat Quay, das Raffles Hotel samt der berühmten Long Bar, den Botanischen Garten, Henderson Waves, Mount Faber, Sentosa und den herrlichen Buddha Tooth Relic Temple. Bilder dazu gibt es auf flickr.

Das Hawker Center Lau Pasat

Marina Bay Sands und Art Science Museum

Buddha Tooth Relic Temple

Clarke Quay

Marina Bay

Von Singapore nach Kuala Lumpur

Ordentlich Betrieb am Bahnhof von Johor Barhu

Normalerweise  betritt und verlässt man Singapore durch die "Main Lobby", den strahlenden Changi Airport. Diesmal gilt es, durch die Hintertür, den Dienstboteneingang, zu verschwinden. Alleine 50.000 malayische Pendler auf Motorbikes nehmen täglich die Brücke über die Johor Strait, insgesamt sind es hunderttausende Menschen, die diesen Grenzübertritt täglich absolvieren.

Wir fahren mit der roten MRT-Linie fast eine Stunde lang zur Station Kranji. Dort reihen wir uns an einer Busstation in eine aberwitzig lange Warteschlange. Es ist spät nachmittags und damit Hauptverkehrszeit. Es gibt zwei Buslinien, die 170 fährt zum Woodlands Train Checkpunkt. Von dort müsste man den Shuttlezug nach Johor Barhu Central nehmen. Uns wurden jedoch die gelben Busse der Linie CW1 empfohlen, die zum Woodlands Checkpoint und dann weiter bis zur malaysischen Grenze fahren. An der singapurischen Grenzstation steigen wir aus und erledigen die Ausreiseformalitäten. Dann reihen wir uns wieder in eine Warteschlange, um mit einem der gelben Busse über die Johor Strait zu fahren. Die Einreise nach Malaysia läuft schnell und freundlich ab, danach folgen wir den Schildern „JB Sentral“ und schließlich stehen wir bereits zwei Stunden vor Abfahrt des Zuges in der Bahnhofshalle mit Flughafendimensionen.

 

Im Nachtzug nach Kuala Lumpur

Bleibt also Zeit genug, um drei Mal zu fragen, ob wir die ausgedruckten PDF‘s, die uns der Ticketseller „BusticketOnline.com“ geschickt hat, gegen Fahrkarten tauschen müssen, oder ob diese Zettel bereits zur Fahrt berechtigen. Drei Mal erhalten wir die selbe Antwort, es handelt sich tatsächlich um Fahrkarten. Das ist gut, denn wir haben für alle unsere Teilstrecken in Malaysia solche Tickets.

Der Zug fährt pünktlich um 22:30 Uhr in Johor Bahru ab. Die „Superior Night Class“ ist bequem und am nächsten Morgen erreichen wir ohne Verspätung Kuala Lumpur.

Kuala Lumpur

Der Cashmere-Laden

gefällt uns auf Anhieb. Wir finden es unerwartet ordentlich. Und freundlich. Und verkehrsarm. Vielleicht liegt unsere positive Stimmung an den netten Menschen hier, vielleicht auch an dem außergewöhnlichen Hotel, in dem wir eingecheckt haben. Das Majestic ist ja an und für sich schon ein sehr gutes Hotel, aber wenn man dann in eine riesige, edle Suite im historischen Flügel upgegradet wird und dort von Nachmittagscocktail über Wäscheservice, Butler und Chauffeur allen erdenklichen Komfort hat, dann macht das schon Spaß.

Wir haben nur zwei volle Tage in Kuala Lumpur, also beginnen wir wie schon zuvor in Singapore kurz nach Ankunft im Hotel unser Besichtigungsprogramm: Wir gehen zum Dataran Merdeka und weiter zur großen Markthalle, die zu einem Touristenmarkt umfunktioniert wurde. Dort wollen wir nach Vorhängen schauen, was uns einen lustigen Dialog mit dem Verkäufer eines Cashmere-Ladens einbringt:

Ich: "Do you sell curtains?"
Ein Verkäufer (bitte starken indischen Akzent vorstellen): "Yes, we have. Please come in, Sir!"
Ich: "Where are the curtains?"
Verkäufer (zeigt auf Schals): "We have cashmere, Sir! Have a look!"
Ich: "And curtains?"
Verkäufer: "We have this (zeigt auf den Vorhang, der den Eingang des Ladens schmückt). You can have them!"
Ich: "Do you have others?"
Verkäufer: "Yes, we have one other pair upstairs, but they are same. Come upstairs, we have cashmere, Sir! Have a look!"

Es ist heiß, um uns abzukühlen fahren wir am Nachmittag eine Gratisrunde in einem klimatisierten GoKL-Bus. Am zweiten Tag besuchen wir die Batu-Caves und beobachten dort rätselhafte Hindu-Rituale und freche Affenhorden. Am Rückweg besichtigen wir ein eher unbekanntes Museum: Im Sasana Kijang Gebäude befindet sich das „Bank Negara Malaysia Museum“, das unter anderem Arbeiten verschiedener Künstler der ASEAN-Staaten zeigt. Weitere Ausstellungen beschäftigen sich mit Wirtschaft und Numismatik.

Abends lassen wir uns von unserem Chauffeur zum Hard Rock Café fahren und nach dem Essen spazieren wir in den KLCC Park und bestaunen die Lightshow und die hell erleuchteten Petronas Towers.  

Kuala Lumpur von den Batu Caves aus gesehen

Stiegenaufgang im Museum der Bank Negara

Der alte Bahnhof in Kuala Lumpur

Penang

Auf der Fähre von Butterworth nach Georgetown

Am nächsten Morgen geht der topmoderne und stark gekühlte Schnellzug nach Butterworth. Von dort nehmen wir die Fähre auf die Insel Penang. Wir wohnen im charmanten Muntri Grove Hotel in der Innenstadt Georgetowns.  Die Tage in Penang verlaufen sehr abwechslungsreich. Wir mieten in einem Buchladen eine gelbe Vespa und erkunden Georgetown und die Insel.

Der alte evangelische Friedhof von Georgetown

ist ein Relikt der kolonialen Geschichte Penangs und die Inschriften auf den Grabsteinen erzählen die  Schicksale der Menschen, die diese Geschichte schrieben. Man erfährt unter anderem von  Überfahrten, die zu lange dauerten und von Tropenkrankheiten, die ganze Familien auslöschten. Fotografisch bietet der Friedhof gute Möglichkeiten, um mit den starken Kontrasten und der Schärfentiefe zu spielen.

Blick vom Monkey Tree Restaurant aufs Meer

Der Tropical Spice Garden

in Batu Ferringhi ist ein sehr schön angelegter und äußerst lehrreicher Garten. In der dschungelartigen Anlage findet man über 500 Arten tropischer Flora. Ein Audioguide gibt gute Erklärungen. Im Shop kaufen wir Gewürze und danach rasten wir im angeschlossenen Tree Monkey Restaurant. Dort kann man richtig gut thailändisch essen und dabei aufs Meer schauen. Bei Krabben, Larb Gai und  Massaman Curry stimmen wir uns auf die bevorstehenden Tage in Thailand ein. 

Kek-Lok-Si

ist eine chinesisch-buddhistische Kultstätte am Rande von Georgetown. Sie gilt als größter buddhistischer Tempel in Malaysia. Sein Name lässt sich mit „Tempel des Höchsten Glücks“ übersetzen.

Die Größe der Anlage ist beeindruckend und die Rituale von Mönchen, Nonnen und Wallfahrern interessant zu beobachten. Auch die Vorbereitungen zum buddhistischen Fest Macha Bucha laufen auf Hochtouren.

Im Zentrum von Georgetown

Weltkulturerbe Georgetown

Unsere Eindrücke vom historischen Zentrum von Georgetown sind etwas zwiespältig. Nicht, dass uns das Gesehene überhaupt nicht gefallen hätte, aber unter einer UNESCO-Weltkulturerbestätte stellt man sich etwas anderes vor. Keine zugeparkten Gassen, keine hässlichen überdimensionalen Reklametafeln. Ich ziehe den Vergleich mit Hoi An (Zentralvietnam), wo ich schon drei Mal war, und den verliert Georgetown ganz klar.

Den Schlangentempel

mussten wir lange suchen. In unserem Navigationssystem war er falsch eingezeichnet, statt der anerkannten Sehenswürdigkeit landeten wir vor einem winzigen Dorfschrein. Den richtigen Tempel konnten wir dann nur schwer erreichen, da uns der Weg durch eine neue Schnellstraße versperrt war.

Der Tempel wurde 1850 in Erinnerung an den buddhistischen Heiligen Chor Soo Kong aus dem 11. Jahrhundert errichtet, der als Heiler und Beschützer von Schlangen galt Um den Altartisch lungern träge grüngelbe Giftschlangen (Lanzenottern, Tropidolaemus wagleri). Sie ernähren sich von als Opfer dargebrachten Hühnereiern.

Von Penang nach Hat Yai

Ankunft in Hat Yai

Reisetag! Wir wechseln von Penang (Malaysia) in den wilden Süden Thailands, nach Hat Yai. Die Ausgangsposition ist nicht gerade berauschend, denn wir haben nur ein Zugticket bis zum Grenzort Padang Besar und vertrauen auf das reibungslose Funktionieren des thailändischen Personentransportgewerbes. Und tatsächlich läuft alles wie von selbst: Der thailändische Grenzer hilft beim Ausfüllen des Einreiseformulars und als ich den Grenzposten passiere, winkt Carina bereits mit Fahrkarten. Ein 2-teiliger Dieselzug der thailändischen Staatsbahnen steht bereit und eine Stunde später fahren wir bereits in Hat Yai ein.

Wir wohnen im Centara Hat Yai. Das Hotel wirkt etwas heruntergekommen, fast scheint als hätte die renommierte Centara-Gruppe es vergessen. Für eine Übernachtung reicht es allerdings völlig aus.

Von Hat Yai nach Khanom

Perfekte Tarnung, keiner vermutet Touristen in diesem Auto

Am nächsten Morgen bringt uns ein Fahrer des Centara zum Flughafen von Hat Yai. Dort übernehmen wir unseren Pick-Up, einen Toyota HiLux Vigo. Gebucht haben wir die billigste Kategorie, mit Einzelkabine und offener Ladefläche. Sowas hat Budget aber anscheinend nicht, also gibt man uns einen Smart-Cab mit riesigem Aufbau. In Mitteleuropa würde man mit diesem schneeweißen Koloss auffallen, in Thailand ist das ein Standardfahrzeug.  

Die Fahrt verläuft völlig unproblematisch, bis auf den Umstand, dass ich aus einem unerfindlichen Grund ständig versuche, mit dem Scheibenwischer zu blinken. Aber sonst: Die Straßen in Südthailand sind toll, der Himmel blau, der 2,5-Liter-Diesel schnurrt, aus dem CD-Player kommt Musik, die wir bei einem 7Eleven um 109 Baht gekauft haben. Auto fahren in Thailand ist traumhaft! Nach knapp 5-stündiger Fahrt erreichen wir unser Strandhotel in Khanom.

Khanom

Wochenmarkt

Dagmar Jost vom Khanom Hill Resort führt ihre Gäste durch das Gewirr der Marktstände. In fließendem Thai scherzt sie mit den Händlern, pickt immer wieder aus der Fülle der angebotenen Waren einzelne heraus und erklärt sie uns fachkundig. Neulinge werden dadurch an die doch manchmal recht merkwürdig aussehenden Lebensmittel herangeführt und auch für alte Hasen gibt es viel zu entdecken und erfahren.
Zum Abschluss trinken wir noch Tee und Kaffee und verspeisen die herzhaften und süßen Köstlichkeiten, die Dagmars Mann in der Zwischenzeit für uns gekauft hat.

Den etwa 300 Meter langen Strand vor dem Khanom Hill Resort teilen wir uns mit drei oder vier anderen Leuten. Aber ich sag's gleich: Der Sand hier ist nicht weiß sondern... hmm, ich würde sagen sandfarben(!) :-D und es gibt hier weder überteuerte Touriramschmärkte noch Pseudo-Goa-Hippie-Clubs oder Sangria-Eimersaufen. Wer das möchte, der nehme die Fähre oder den Flieger nach Samui. Thailand hat für alle was.

Links geht es - trotz Schild - nicht zum Wasserfall. Und wenn man dem gelben Schild folgt wird es steil und eng.

Immer wieder fahren wir mit dem Auto ein wenig die Gegend um Khanom ab. Hier gibt es nichts wirklich Spektakuläres, aber wir entdecken viele sehr schöne Buchten, Tempel, Höhlen und Wasserfälle. Unterwegs regnet es manchmal, dazwischen kommt aber auch die Sonne heraus.

Bei der Fahrt zu einem Wasserfall haben wir ein Schockerlebnis. Der schmale asphaltierte Waldweg steigt immer steiler an, irgendwann denken wir, dass es besser wäre, hier nicht hochzufahren. Also versuche ich, den Wagen verkehrt die Straße zurückrollen zu lassen. Dabei schlage ich das Lenkrad zu weit ein und komme mit dem Heck recht nah an die Felsen. Nach vorne (bergauf) geht es aber nicht, weil die Räder auf dem nassen Untergrund nicht greifen. Panik macht sich breit. Carina behält kühlen Kopf und steigt aus, um mich einzuweisen. Irgendwie gelingt es uns, den schneeweißen Toyota an den Felsen vorbeizulotsen und sicher unten anzukommen.

Unser Guide hält nach Delfinen Ausschau

Rosa Delfine

Letzter Tag in Khanom. Die Schlechtwetterperiode hält an. Wir fahren trotzdem zum Pier in Laem Pra Thap. Im Restaurant "Zum Grünen Baum" (!) warten wir bei einer Tasse Kaffee auf eine Regenpause. Dann steigen wir ins Boot, um nach Delfinen Ausschau zu halten. Wir fahren erfolglos die Küste entlang bis zum Pier von Donsak, wo wir umkehren. Wir geben die Hoffnung auf, genießen die Fahrt aber trotzdem. Auf der Rückfahrt klart es etwas auf, das Meer beruhigt sich und dann tauchen tatsächlich die ersten Delfine auf.

Auf Entdeckertour mit dem weißen Toyota

An der Küste zwischen Khanom und Donsak

Ein Wasserfällchen

Ein rosa Delfin

Von Surat Thani nach Bangkok

Am Bahnhof von Surat Thani

Wir bringen den Toyota zur Mietwagenfirma Budget am Flughafen Surat Thani. Unser eigentliches Ziel ist allerdings der Bahnhof. Wie wir dort hinkommen, wissen wir nicht. Aber wie so oft ergibt sich alles wie von selbst. Ein Budget-Mitarbeiter schnappt sich ein Auto und bringt uns gegen ein kleines Trinkgeld zum Bahnhof.

Am Bahnhof haben wir genügend Zeit um uns umzusehen und zu fotografieren. Dann fährt unser Zug - pünktlich wie alle anderen zuvor - ein und wir beziehen unser Erste-Klasse-Abteil. Es gibt keine Notwendigkeit, in Thailand Erste Klasse zu buchen, aber wir wollten es halt mal ausprobieren. Als unser Stewart die Essensbestellung aufnimmt, ermahnt er uns, die Vorhänge unseres Abteils zu schließen, wenn wir Bier trinken, denn in thailändischen Zügen herrscht strenges Alkoholverbot. Einen Vorteil hat die Erste Klasse also doch.

Bahnhof Surat Thani

Geräumiges Abteil im Zug nach Bangkok

Richtig gutes Bordessen!

Bangkok

Mit Rüdi, Bärchen und großem Gepäck am Bahnhof Hua Lamphong.

Immer wieder Bangkok. Nach ungefähr 1.900 Kilometern, das meiste davon auf Schiene, kommen wir frühmorgens in Hua Lamphong an. Die ganze Reise klappte wie am Schnürchen, zufrieden checken wir im wunderbaren Hotel Shanghai Mansion unweit des Bangkoker Hauptbahnhofs ein.

Wunderbar deshalb, weil das Shanghai Mansion die perfekte Illusion vom Shanghai der 1920er vermittelt. Man betritt von der quietschig-schrillen Yaowarat Road die Lobby und befindet sich in einer anderen Welt. Außerdem riecht es hier so gut und - ein weiterer Vorteil - die meisten Zimmer haben keine Fenster. Das heißt, der Straßenlärm bleibt draußen.

Nachfolgend ein paar Highlights unserer Tage in Bangkok. Viele Fotos findet ihr auf unserer flickr-Seite.

 

Auch den Kindern gefällt das Vientiane Kitchen

Vientiane Kitchen

Das schräge Restaurant mit Livemusik und Isaanküche gibt's noch immer. Carina meint: "Ich könnt' wieder Chicken with Cashew Nuts bestellen, aber das kenn ich schon." Nein, lass mich mal!

Bestellt habe ich Frosch, Krokodil und ein Omelett mit Ameiseneiern, eine echte Rarität!

Im legendären Mandarin Oriental

Afternoon Tea in der frisch renovierten Authors Lounge. Viele kleine süße und pikante Kunstwerke und fachkundige Beratung bei der Wahl des Tees. Preis/Leistung hervorragend, Ambiente fantastisch.

Chao Mae Tuptim

Ursprünglich wurde hier einmal vom Geschäftsmann Nai Lert ein Schrein für den Baumgeist Mae Tuptim errichtet. Irgendwann begann man Phallusstatuen als Symbol für Fruchtbarkeit und Glück aufzustellen. Und so wurde der Chao Mae Tuptim Shrine zur Pilgerstätte für Frauen mit unerfülltem Kinderwunsch.

Der Schrein befindet sich auf dem Gelände vom Swissotel Nai Lert am Ufer des Kanal Saen Saeb.

Kanal Sean Saeb

Böötchen fahren am Kanal Saen Saeb. Mit den schnellen Booten gelangt man
in nur 50 Minuten vom Golden Mount vorbei am Jim Thompson House und dem Pratunam-Markt bis hin zur The Mall Bangkapi im Nordosten von Bangkok. Auch in der Hauptverkehrszeit. Wir fahren diesmal nur ein kurzes Stück vom Wireless Pier zum Jim Thompson House.

Talad Rod Fai

Nicht jeder schafft es, am Wochenende in Bangkok zu sein. Hier zwei Markttipps für Donnerstag:

1) Auf dem Gelände des Jatujak Market findet man am Donnerstag Pflanzen, Blumen, Bäume und Zubehör. Außerdem gibt es zwischen Weekend Market und JJ Mall einen tollen Bereich, wo Wohnaccessoires, Möbel, Lampen, Dekorartikel, Antiquitäten,... verkauft werden.

2) Talad Rod Fai bei der MRT Station Cultural Centre bringt die übliche hippe Mischung aus alten Vespas, Bullis, kreative Kulinarik, Craft Beer, Bars, lauter Musik und Garküchen. Läuft ab Einbruch der Dunkelheit und wird dann von Minute zu Minute voller.

Im Bangkok Art & Cultur Center (BACC)

finden wechselnde Kunstausstellungen statt. Das Gebäude ist außerdem architektonisch sehr interessant. Es befindet sich gegenüber des Einkaufszentrums MBK und ist einen Besuch wert.

Doha

Die Tage in Bangkok sind von frühmorgens bis spät in der Nacht mit Aktivitäten gefüllt und vergehen recht rasch. Zum Abschluss unterbrechen wir unsere Heimreise in Doha um Freunde zu besuchen. Die Skyline von Doha ist mittlerweile sehr beeindruckend, wir unternehmen eine Bootsfahrt, besuchen den über hundert Jahre alten Souq Waqif und das brandneue Katara Cultural Center.

Souk Waqif

Souq Waqif

Katara Cultural Center

Die Corniche von Doha

Noch ist Platz für weitere Wolkenkratzer