Anreise via Dubai

Sheikh Zayed Rd. vom Burj Khalifa aus gesehen

Am Freitag ging's einigermaßen pünktlich um 22:40 in Richtung Dubai, wo wir gegen 6 Uhr früh Ortszeit ankamen. Der Flug mit dem A340-500 ging so einigermaßen. Die Sitze sind ziemlich unbequem, mein Kopfhörerstecker hatte einen Wackelkontakt und die Fluginformation (Distanz, Uhrzeit am Zielort, etc. und vor allem die Landkarte, die informiert, wo man sich gerade befindet) funktionierte nicht.

In Dubai angekommen fuhr uns eine sehr freundliche Taxifahrerin zum Hotel Towers Rotana, wo wir einen Dayroom gebucht hatten. Wir waren angenehm überrascht, obwohl es sehr preiswert zu buchen war, handelt sich um ein sehr schönes, gepflegtes Hotel. Unser Zimmer ist komfortabel und sehr groß. Das Hotel liegt an der Sheikh Zayed Road. Die Straße macht auf mich den Eindruck, als hätte hier vor ein paar Jahren eine Fachmesse für Wolkenkratzer stattgefunden. Jeder Architekt der wollte, durfte ein Hochhaus aufstellen. Einzige Voraussetzung: Es muss sich von den anderen deutlich unterscheiden. Und nun stehen sie da. Eines sieht aus, wie ein American Football auf einem Ständer, ein anderes  ähnelt einem gigantischen Pinsel, den jemand in weiße Farbe getaucht hat. Auch einen Doppelgänger vom Uhrturm des Londoner Parlamentsgebäudes haben wir gesehen.

Mit der Metro fuhren wir zur Dubai Mall, die wirklich feudal und gigantisch ist. Und wenn man schon mal da ist, fährt man gleich mit dem Lift auf die Aussichtsplattform des höchsten Wolkenkratzers, Burj Khalifa. Schon alleine um sich ein (oder mehrere) Bild/er von den Ausmaßen Dubais zu machen. Wir waren kurz nach 10 Uhr am Kartenschalter und bekamen Tickets für 11 Uhr, also alles halb so wild. Die Wartezeit verging in der Mall recht rasch.

Danach waren wir noch zum Geocachen im Al Safa Park, wo es uns jedoch viel zu heiß war.  Die letzten Stunden haben wir am bzw. im erfrischenden Hotelpool verbracht. Und jetzt geht es bald zurück zum Flughafen.

Saigon - "Motorbike City"

zu fünft am Motorbike

Wir sind in Saigon (Ho Chi Minh City) angekommen - SO-Asien pur. Millionen Menschen, Millionen Motorroller. "Motorbike City", wie ein Taxifahrer meinte, "big problem". Die vielen Mopeds wären aber kein Problem, die bahnen sich schon ihren Weg durch den Großstadtdschungel, fließen wie Wasser in jede Lücke. Es gibt aber von Jahr zu Jahr mehr Autos, sperrige, unflexible Kisten. "Motorbike no problem, to many cars!", meine Antwort.  Das sieht ein Taxifahrer naturgemäß anders.

Trotzdem wäre das noch lange kein Grund uns mit manipuliertem Taximeter zum Busbahnhof zu fahren Am Ende der Fahrt, die am Ben Thanh Market begonnen hat, stehen stolze 850.000 VND am Display, etwa 25 Euro. Ich drücke ihm 250.000 in die Hand und verlasse den Ort der Schande. Er duckst ein wenig, wird laut, fährt aber dann weiter. Den nächsten Fahrer der sowas probiert, werde ich fotografieren samt Wagennummer und Taximeterstand, und gar nichts zahlen.

Am Busbahnhof kaufen wir unser Ticket für die Fahrt nach Ben Tre im Mekongdelta. Zuvor haben wir bereits in einem Büro in der Innenstadt die Zugtickets für die Fahrt nach Mui Ne gekauft. Morgen verlassen wir Saigon. Obwohl es durchaus Spaß machen würde, in diese Metropole ein wenig einzutauchen. Gestern waren wir abends auf dem Vorplatz der Kathedrale Notre Dame, wo sich viele Menschen einfinden. Danach hatten wir ein herrliches Abendessen im Quan An Ngon. Das Restaurant ist professioneller geworden und größer. Aber das Essen ist noch immer großartig. Wir hatten einen Wasserspinat-Salat mit Rindfleisch und Reis, frittierte Vietnamrollen und geröstetes Beef mit in längliche Streifen geschnittenen und frittierten Kartoffeln.  Ja, ich weiß, aber man muss sich doch auch essenstechnisch langsam akklimatisieren. ;-)

Heute abends werden wir ein eher einfaches Lokal auswählen, das sich ein Stück außerhalb des Zentrums befindet. Ein Geheimtipp ... aus dem Reiseführer. Mal sehen...   Danach werden wir nochmal ins Hardrock Cafe gehen, wo wir uns schon heute nachmittags mit ein paar Tiger Beers abgekühlt haben. Dort gibt's Livemusik und das Personal ist sehr nett.

Das Wetter ist übrigens hervorragend. Nicht ganz so heiß wie in Dubai, dafür ein wenig feuchter, aber kein Regen. Meist scheint die Sonne, bestes Fotolicht. 

Von Saigon ins Delta

Im Restaurant Quan An Ngon

Heute vormittags sind wir wieder zum Busbahnhof gefahren, diesmal für 190.000 VND.  Ich wusste gestern den korrekten Betrag nicht, hab ihn aber anscheinend gut geschätzt, war ja nicht unsere erste Taxifahrt in Saigon. Der Betrüger gestern hat also von mir nicht nur den korrekten Fahrpreis sondern auch ein generöses Trinkgeld erhalten. Hoffentlich war das so richtig beschämend für ihn.

 


 Am Busbahnhof wurden wir wieder erkannt. Welch Wunder, sind wir doch die einzigen Langnasen weit und breit.  Da wir zu früh dran waren, wurden wir auf einen früheren Bus umgebucht. Eng sind die Dinger, die Sitze sind eindeutig für vietnamesische Hinterteile gemacht. Aber die Fahrt geht rasch, auch dank neuer Autobahnen und Brücken. In Ben Tre angekommen, hat sich ein Guesthousebesitzer rührend um uns gekümmert. Wir sollen in sein Guesthouse kommen. Er hatte alles dabei, Einträge aus Lonely Planet und Loose, Bilder und ein vollgeschriebenes Buch mit Dankschreiben früherer Gäste. Er meinte, das Oasis sei nicht so toll und der Pool sehr klein (Anmerkung: Er selber hat gar keinen). Einem Gefühl folgend blieben wir beim Oasis Hotel und ich denke, wir werden's nicht bereuen. Es liegt viel zentraler (wir haben die Lage auf der Karte gecheckt) und Keane, der australische Betreiber, hat uns für heute schon ein paar Empfehlungen für Lokale und Besichtigungen in Ben Tre gegeben und für morgen eine private Mekongtour arrangiert.


(Das Bild ist von unserem ersten Abendessen in Saigon, aus dem Restaurant Quan An Ngon). Gestern waren wir in einem genialen Lokal: Riesengroß, voll, kulinarisch echt genial und wir waren die einzigen Langnasen. Ich muss mir echt noch überlegen, ob ich das einfach so weitergeben soll.)

Ben Tre

Nightmarket in Ben Tre

Ben Tre liegt direkt an einem Arm des Mekong, dem Song Ham Luong. Hier gibt es kaum Touristen. Außer den Mitbewohnern im Guesthouse, Australiern und ... Österreichern, haben wir heute keine Langnasen gesehen. Obwohl die Stadt von Saigon aus gut erreichbar ist - wir sind nicht einmal zwei Stunden gefahren - wird sie oft links liegen gelassen. Hauptgrund ist wohl, dass es hier keinen schwimmenden Markt gibt. Dafür gibt es einen Nachtmarkt, von dem wir jetzt gerade kommen.

 


 Aber das schönste für uns ist, einfach irgendwo zu sitzen und ohne Zeitdruck die Menschen zu beobachten und zu fotografieren. Heute sind wir fast zwei Stunden in einem improvisierten Café am Straßenrand gesessen und haben gekuckt, Kaffee getrunken und Weintrauben von einem Marktstand gegenüber gegessen.

Ben Tre -> Saigon

Ein Hahn auf großer Fahrt. Eine Henne, der Kochtopf oder die Kampfarena, was wohl in der Hauptstadt auf ihn wartet?!

Soeben sind wir von Ben Tre nach Saigon retour gefahren, mit an Bord des Busses auch der junge Mann mit seinem Hahn od. seiner Henne - keine Ahnung, was mit dem Tier in Saigon passiert - und sitzen nun am Ga Saigon. "Ga" ist eines der zahlreichen Wörter, die die Vietnamesen von ihren langjährigen französischen Kolonialherren übernommen haben. Aus "Gare" wurde "Ga". So einfach das Wort ist, der Taxifahrer hat mich erst verstanden, als ich pantomimisch einen Dampfzug darstellte.


Rückblickend war unser Ausflug ins Delta ein voller Erfolg. Und ausgesprochen preiswert obendrein. Für Taxi, Busfahrt, 2 Nächtigungen mit Frühstück im Oasis Hotel und eine 6-stündige Bootsfahrt durch die Kokosplantagen, haben wir p.P. ca. 60 Euro bezahlt. Die Tour war nicht sehr aufregend (bis auf eine 30minütige Fahrt in einem sehr kippeligen Ruderboot), aber doch interessant. Wir sahen eine Fabrik für Coconut Candy, eine Ziegelfabrik, die Herstellung von Schlafmatten aus Seegras und hatten eine Einschulung im Drehen von Frühlingsrollen - selbstgedrehtes Mittagessen sozusagen.


In etwa 2 Stunden geht unser Zug (SE6) in die Nähe von Mui Ne. Von dort bringt uns dann ein Taxi ins Anantara Resort, wo wir 5 Tage lang die Beine hochlegen werden, abgesehen von Fototouren zu den Sanddünen.

Im Zug nach Mui Ne

Bahnsteig am Ga Saigon, gleich geht's los!

Die Zugfahrt verlief - wie alles bisher - völlig problemlos. Der Zug war pünktlich, Sitzkomfort im Soft Seater ist in Ordnung. Nur für das Gepäck hätten wir gerne etwas mehr Platz gehabt. Im Hard Seater geht's nicht so eng zu, die Gepäckfächer über den Sitzen sind dort auch viel größer.

Zug fahren in Vietnam ist interessant, wir konnten zwar nach draußen nicht viel sehen, weil die Scheiben vergittert waren, aber die Landschaft war auch recht eintönig, hauptsächlich fuhren wir über Felder und durch Obstplantagen. Aber drinnen gibt's auch genug zu beobachten. Ständig läuft jemand durchs Abteil und verkauft Essen, und alleine die Schlafpositionen, die die Fahrgäste einnehmen, sind sehr spannend anzusehen. Das Zugpersonal ist übrigens ausgesprochen nett, keine Spur von dem für mich typisch asiatischen, strengen Beamtengehabe.

Im Soft Seater durch Vietnam

Wo ein Wille ist, findet sich auch eine Schlafmöglichkeit.

Strandtage in Mui Ne

Man spricht russisch in Mui Ne

Jetzt sitzen wir gerade an der Poolbar des Anantara Mui Ne. Im Schatten, denn gestern haben wir - also eigentlich ich (N.D.) - etwas zu viel Sonne abgekriegt. Jaja, die Regenzeit hat's in sich. Das Anantara ist ein sehr schönes Strandresort und gut geführt, deutsches Management, alles blitzsauber und
ordentlich! ;-)

Am Nachmittag haben wir dann noch die Formalitäten erledigt: Roller reserviert für die nächsten zwei Tage, Weiterreise im Nachtzug (SE6 am 28.8. um 19:07 nach Danang) organisiert, Schmutzwäsche in eine Laundry gegeben.

Zur Hotelumgebung: Zwischen Pan Thiet und Mui Ne reihen sich auf knapp 20 km etwa 120 Resorts, die meisten eher klein und einfach. An der Strandstraße gibt es Läden für jeglichen Touribedarf, Massagebetriebe, zweifelhafte Restaurants und fast alles ist in russisch angeschrieben. Kann auch vorkommen, dass man in einem Laden mit einem "spasiba!" verabschiedet wird. Im Anantara mischt sich's durch, Gäste aus allen Herren Ländern, viele Vietnamesen und andere Asiaten, Russen, und ein paar Deutsche, die den Manager in Beschlag nehmen - armer Kerl.

Auch wir reisen jetzt als Deutsche. Mir ist der sonst unausweichliche Dialog einfach zu mühsam:

"Where you from?"
"Austria!
"Oh, Au-le-lia!"
"No, Austria! Europe! Small country next to Germany!"

Dünen rot/weiß

Der Lotossee mit den weißen Dünen von Mui Ne

Nach Mui Ne kommt man entweder auf Empfehlung eines russischen Reisebüros oder weil man die bizarre Dünenlandschaft sehen möchte. Und heute war's so weit: Wir haben wir mit einem Motorroller die weißen und roten Dünen von Mui Ne erkundet. Das Mieten war problemlos, die Frau vom Massagesalon wollte für ihre fast neue Yamaha Nouvo nicht einmal einen Ausweis sehen. Die roten Dünen liegen direkt oberhalb von Mui Ne, die weißen etwa 25 km nördlich. Die meiste Zeit brauchten wir, um im "Fischerdorf" Mui Ne die richtige Abzweigung zu nehmen. Ein Foto von den weißen Dünen mit dem Lotossee wäre hilfreich gewesen, denn mit dem Begriff "Lotos Lake" fängt in Mui Ne keiner was an. Wir haben es  dann pantomimisch probiert. Die Nummer "Tanze weißen Sand und Lotosblüten am Seeufer" war bestimmt lustig anzusehen und hat uns letztlich ans Ziel gebracht.


 Die Straße zum Lotossee ist von ausgeprochener Schönheit, sowohl asphalttechnisch als auch landschaftlich. Alleen von Bourgonvillaen säumen die Straße. Das schreibe ich nur, weil in jedem Reisebericht, der etwas auf sich hält, von Bourgonvillaen die Rede ist. Auf dem Weg zum Reiseschriftsteller sollte man also hin und wieder Bourgonvillaen in die Berichte einbauen.


 

Die roten Dünen. Die beiden Mädels warten auf Kundschaft, die auf den Plastikdingern die Dünen runtersausen will.

Manche Touristen unternehmen von ihrem Resort aus eine Jeep-Tour zu den Dünen. Die angehenden Abenteurer werden mit einem Jeep vom Resort abgeholt, und mit diesem scharfen, geländegängigen Vehikel auf der Asphaltstraße bis zum Parkplatz vor den Dünen gebracht. Dort steigen sie aus, und latschen zu Fuß weiter. Ich finde das zum Schreien komisch. Zwischen den roten und weißen Dünen gibt's dann noch Mittagessen in einem Einheitsrestaurant mit Zubinirshop.


Unser Fazit zu Mui Ne:

+ das Anantara Resort, mit seinem sehr guten Service
+ der schöne Strand
+ die Dünen und der Lotossee

- die Pauschaltouristenbedürfnis-
befriedigungsmeile mit ihrer endlosen Reihe von Massageangeboten, Apotheken und austauschbaren Läden, wo man Billig-Bekleidung, Sonnencreme uns sonstiges erhält. Immer wieder durchbrochen von sehr durchschnittlichen Restaurants mit Einheitsessen Und das alles noch dazu hauptsächlich in russisch beschriftet.


Gestern haben wir uns dem kulinarischen Angebot ergeben, waren zuerst in einem tschechischen Brauhaus und etwas später noch im "Ratinger Löwe" auf Linzer Torte, Cappu und Eiscreme.


Im Anantara haben wir ein gratis Late-Checkout erhalten, abends geht's im Nachtzug weiter nach Danang. Nicht im Softsleeper unten, sondern im Hardsleeper oben in der 3. Etage. Danke schön nochmals an den Typ vom "Reisebüro" , der uns für diesen besonderen Service auch nochmal schön abgezockt und viel zu viel Provision kassiert hat. Der grüne Laden mit der russischen Leuchtreklame befindet sich ca. auf km 11 der Strandstraße und ich werde auch bei Loose und Lonely Planet noch extra "Werbung" für ihn machen.

Nach Danang im Hard Sleeper

Die Kinder am Bahnhof Bính Thuan bestaunen einen komischen langnasigen Onkel.

Ach Mööönsch! Das ist doch gar nicht so schlimm, wie alle tun. :-)  Allerdings ist die 3. Etage wirklich nicht zu empfehlen. Ist eine ziemliche Turnübung, da rauf zu kommen. Dann scheint einem das Kabinenlicht direkt ins Aug und die Klimaanlage bläst einem direkt ins Gesicht. Es gibt Kissen, Leintuch und eine Decke, alles relativ sauber. Und essenstechnisch wird man auch gut versorgt. Außerdem gibt es einen Wasserhahn für kochendes Wasser, man kann sich also Cupnoodles bereiten und sogar Stromanschlüsse für elektrische Geräte, z.B. zum Aufladen des Mobiltelefons.

Für die nächste Zugetappe ( Hue -> Hanoi ) werden wir trotzdem versuchen, die wesentlich komfortableren Livitrans-Waggons zu buchen oder Softsleeper unten. Oder vielleicht fliegen wir auch. Der Wiederholungsfaktor ist also relativ gering.

Hoi An

Full Moon in Hoi An

Als wir mit dem Zug in Danang ankamen, sind wir nicht sofort weiter, sondern haben erst einmal am Bahnhofsvorplatz einen vietnamesischen Eiskaffee getrunken. Dabei konnten wir in wenigen Minuten sowohl unsere Taxifahrt ins Hoi An Trails Resort als auch die Weiterreise nach Hue organisieren. Übermorgen werden wir morgens abgeholt und via Marmorberge und Wolkenpass nach Hue gebracht, in einem sehr schönen Ford SUV.


Aber nun zuerst einmal zu Hoi An. Mir gefällt das Städtchen samt Umgebung noch immer sehr gut, und auch Claudia findet Hoi An viiiiiiel schöner als Mui Ne. Auch wenn vieles mittlerweile recht touristisch ist, der morbide Charm des japanisch-chinesisch-portugiesischen Handelshafens ist einfach genial. Gestern war Full Moon, da werden kleine bunte Lichter aufs Wasser gelassen und die Altstadt von Hoi an wird ins Licht der Lampione getaucht.


Unser Hotel liegt ca. 1 km zum Strand und 3 km von der Altstadt Hoi Ans entfernt. Am Strand waren wir schon: Breit, viele Palmen, schönes, warmes Wasser,... Aber wir sind beide keine Strandfreunde, zu viel Sand überall.


Morgen stehen wir ganz früh auf und fahren nach My Son, die alte Tempelanlage der Cham. Mit dem Roller, sind ja nur 50 km.

Hoi An

My Son

Die Tempelstadt der Cham-Kultur My Son ist Teil des UNESCO Weltkulturerbe.

Gestern waren wir in einem genialen Lokal. Heißt 'Bale Well'. Dort gibt es nur 4 Speisen: knusprige Frühlingsrollen, Hühnersate, Eierpfannkuchen und gegrillte Schweinespießchen. Bevor wir noch überlegen konnten, was wir bestellen, hatten wir bereits ALLES (!) auf dem Tisch. Sämtliche von mir genannten Zutaten werden nämlich - gemeinsam mit rohem Gemüse und frischen Kräutern - in Reispapier eingewickelt und kommen gemeinsam (!) in den Mund. So was irres hab ich noch nicht erlebt. War saulecker.


 Heute sind wir schon vor 7 Uhr früh Richtung My Son aufgebrochen und waren kurz nach 8 Uhr da. Wir haben uns auch nur 3 x verfahren, sind aber jedes Mal nach ein paar hundert Metern draufgekommen. In Vietnam Roller zu fahren ist mittlerweile für mich eine völlig entspannte Sache, maximales Tempo war allerdings 60 km/h, meist eher 40 und ich fahr ja auch zu Hause täglich einspurig.

Die alte Tempelstadt der Cham sieht noch genau so aus wie vor 3 Jahren, ein bissl "klein Angkor". An einem der Tempel wird gearbeitet, ist so eine Art 3D-Puzzle. Ein neues Besucherzentrum gibt es mit ein paar informativen Schautafeln.


Morgen früh geht es via Marmorberge und Wolkenpass ein Stückchen weiter in den Norden, nach Hue. In der alten Kaiserstadt haben wir zwei volle Tage, einen für Zitadelle, verbotene Stadt, Markt und einen für die Kaisergräber. Die liegen etwas außerhalb, also ist wieder Mopedfahren angesagt.

Über den Wolkenpass nach Hue

Mit diesen beiden Herren sind wir heute von Hoi An nach Hue gefahren. Hoi und sein Sohn (der fährt) sind ausgesprochen angenehme Zeitgenossen, alles läuft ohne Zeitdruck ab. Wir haben die Marble Mountains besucht, wo es neuerdings einen Lift auf den Berg gibt. Dann waren wir im Tempel Chua Linh Ung, wo eine über 60 Meter hohe Statue von Thien Hau, der Schutzpatronin der Seefahrer, über die Bucht von Danang blickt. Dann ging es über den Wolkenpass nach Hue.


Hier die Kontaktdaten von Hoi:

Hoang Hai Car Service
eMail: hai_honda01@yahoo.com

Er macht Airport pick up, My Son, mehrtägige Touren ins zentrale Bergland, u.v.m.  Auch das Auto, ein sehr gepflegter Ford SUV, ist hervorzuheben.


Hue - permanente Anschläge auf den guten Geschmack

Die Brücke über den "Fluss der Wohlgerüche"

Und damit meine ich nicht, dass die Leute hier einen ausgeprägten Hang zu bunten  Leuchtreklamen haben, und auch die Brücke mit unzähligen bunten Lichtern beleuchtet ist. Nein, man will mich vergiften!  Gestern hab ich mich beim Abendspaziergang am Fluss über einen Eisverkäufer gefreut und mit ein Tütchen genehmigt. Leider war's Durian-Eis. Und heute hat man mir sogar in einem Café einen Eiskaffee mit Durian-Eis serviert.

Die Kugel falsches Vanilleeis ist gleich über das Geländer in den Fluss der Wohlgerüche (heißt wirklich so) geflogen. Danach hat der Fluss gestunken, aber mein Kaffee leider auch.


 

Am Fluss gibt es übrigens einen Nachtmarkt auf Höhe des Hotel Saigon Morin, ob immer oder nur derzeit weiß ich leider nicht.

Momentan erleben wir einen richtigen Tropenregen. Und wir sehen uns von unserem Balkon im Century Riverside das Schauspiel an.


Die beiden großen Bilder sind von den Kaisergräbern. Die Nguyen-Kaiser haben bereits zu Lebzeiten ihre Grabanlagen geplant. Es handelt sich um richtige Paläste in großzügigen Gartenanlagen. Geschützt werden sie von steinernen Figuren: Mandarine in Uniform und Zivil, Elefanten und einem gesattelten Pferd (damit der Herr Kaiser ausreiten kann, wenn er wieder aufwacht).

Betreten der Baustelle erlaubt!

Nhong Tam - sicher lecker

Soll ich jemandem von euch 'Nhong Tam' mitbringen? Gibt's in Hue im Supermarkt, das Kilo um ca. € 2,50.


Es hat in Hue die ganze Nacht durchgeregnet, und es regnet auch heute ohne Unterlass. Wir haben die Kaiserstadt besichtigt, bei dem grauen Wetter sieht diese Dauerbaustelle noch ein wenig trostloser aus als sonst. Mit viel Phantasie kann man sich jedoch das Leben am vietnamesischen Kaiserhof gut vorstellen.

Jetzt freuen wir uns schon auf den Nachtzug (SE20), der uns nach Hanoi bringen wird. Wir haben bereits in Hoi An 'Softsleeper'-Tickets erstanden. Jetzt waren wir im Supermarkt und haben Proviant gekauft (Instantnoodles, Wasser, Kaffee und Kekse).

Fortsetzung in Teil 2 unseres Reiseberichts: KLICK